Dr. Magdalena Grzonka und Dr. Andreas Weigel einstimmig für die Landtagswahl nominiert – Liberale setzen auf Bildung, Eigenverantwortung und eine starke Stimme für Siegen-Wittgenstein

Mit Optimismus, klaren politischen Forderungen und einem einstimmigen Votum startet die FDP Siegen-Wittgenstein in die Vorbereitung der Landtagswahl 2027. Im Besucherzentrum des Krombacher Unternehmens Lindenschmidt wählten die Liberalen Dr. Magdalena Grzonka und Dr. Andreas Weigel zu ihren Kandidaten für die Wahlkreise 126 und 127. Beide stehen für ein zentrales Versprechen liberaler Politik: Herkunft entscheidet nicht über Zukunft. Wer sich anstrengt und Verantwortung übernimmt, muss die Chance haben, seinen eigenen Weg zu gehen.

Dass die Versammlung in einem heimischen Unternehmen stattfand, hat bei den Liberalen Tradition. Als Freiheits- und Wirtschaftspartei sucht die FDP bewusst den Austausch mit den Betrieben der Region. Geschäftsführer Christoph Lindenschmidt begrüßte die Teilnehmer und wünschte ihnen eine erfolgreiche Kandidatenwahl. Er stellte klar, dass die Wirtschaft in diesem Land dringend Unterstützung braucht und die Liberalen dafür sicher die richtigen Partner sind.

Zwei Lebenswege, eine Überzeugung: Deutschland ist ein Chancenland

Die Siegenerin Magdalena Grzonka ist Ärztin in einem MVZ in Freudenberg. Geboren wurde sie in Schlesien und kam als Kind in ein Auffanglager nach Karlsruhe. Studium und Promotion absolvierte sie unterstützt durch staatliche Förderung in Gießen und war dann Oberärztin in der Universitätsklinik Marburg. Der Wilnsdorfer Informatiker Andreas Weigel begann seinen Bildungsweg auf der Hauptschule. Über eine Ausbildung und das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg führte ihn sein Weg schließlich ebenfalls bis zur Promotion. Beide wissen aus eigener Erfahrung, dass Aufstieg Ausdauer verlangt – und Rahmenbedingungen, die ihn ermöglichen. Ihre Lebenswege verstehen sie als Ermutigung, Deutschland wieder stärker als Land der Chancen wahrzunehmen. „Man muss das auch mal wieder hervorheben bei der ganzen schlechten Stimmung im Land“, erklärte Weigel, der zugleich FDP-Kreisvorsitzender ist. Dabei gehe es ausdrücklich nicht darum, möglichst alle jungen Menschen an eine Hochschule zu bringen. Eine berufliche Ausbildung eröffne ebenso wertvolle Perspektiven. „Grundsätzlich gilt, dass Wissen, Bildung und Ausbildung die Treiber für Wohlstand und Fortschritt sind.“

Freiheit braucht Vertrauen in die Menschen

Grzonka rückte in ihrer Bewerbungsrede die liberalen Grundüberzeugungen in den Mittelpunkt: Selbstbestimmung, Freiheit, Eigentum und die Bereitschaft, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. Ihren Eintritt in die FDP im Jahr 2020 begründete sie mit dem Einsatz der Partei für Freiheitsrechte während der Coronapandemie. Die alleinerziehende Mutter verband ihr Bekenntnis zur Freiheit mit einer Frage, die die anschließenden Diskussionen prägte: „Haben wir eigentlich verlernt, aus eigener Kraft für uns zu sorgen und Probleme zu lösen?“ Ihre mit viel Beifall aufgenommene Rede war ein Plädoyer für mehr Zutrauen in die Fähigkeiten der Menschen und für eine Politik, die Eigeninitiative ermöglicht.

Eine Verwaltung, die voranbringt

Weigel setzt einen Schwerpunkt auf Digitalisierung und künstliche Intelligenz – Themen, mit denen er sich bereits auf Landesebene beschäftigt. Sein Anspruch: Nordrhein-Westfalen muss seine Verwaltung leistungsfähiger machen und digitale Möglichkeiten konsequenter nutzen. Dafür brauche es weniger Doppelstrukturen, eine bessere Zusammenarbeit und Verfahren, die Bürgern und Unternehmen tatsächlich Arbeit abnehmen. „Unsere Verwaltung ist mehr und mehr mit sich beschäftigt, statt mit unserem Land“, kritisierte Weigel. Deutliche Kritik übte er auch am Umgang der Landesregierung mit der jahrelangen Unterbrechung der A45 an der Rahmedetalbrücke. Weigel warf Ministerpräsident Hendrik Wüst vor, seiner politischen Verantwortung nicht ausreichend gerecht geworden zu sein, und verwies dabei auch auf dessen frühere Amtszeit als NRW-Verkehrsminister. Für die Liberalen zeigt das Beispiel, wie sehr Südwestfalen auf eine verlässliche Infrastruktur und entschlossenes Handeln angewiesen ist.

Energieversorgung sichern, industrielle Zukunft ermöglichen

Beide Kandidaten wollen die Energieversorgung Nordrhein-Westfalens widerstandsfähiger machen und heimische Potenziale stärker erschließen. Neben Sonne und Wind setzen sie auf Wasserstoff, die Nutzung industrieller Abwärme und Grubenthermie. Von der Landesregierung erwarten sie mehr Tempo und eine stärkere Berücksichtigung Südwestfalens. Insbesondere die energieintensiven Unternehmen der Region benötigten eine verlässliche Perspektive für ihre künftige Versorgung. Dazu gehöre eine leistungsfähige Wasserstoffinfrastruktur. Die industrielle Stärke Südwestfalens zu erhalten und ihre Weiterentwicklung zu ermöglichen, sei eine zentrale Aufgabe der Landespolitik.

Nationalpark – Industrie – Route 57: Eine Region, ein Weg

Auch die Diskussion über einen möglichen Nationalpark auf dem Rothaarkamm spielte bei der Versammlung eine wichtige Rolle. Grzonka und Weigel machten deutlich: Eine Zustimmung setzt voraus, dass die Planung und Umsetzung der Route 57 rechtssicher gewährleistet bleiben. Wittgenstein warte seit Jahrzehnten auf eine bessere Verkehrsanbindung. Weiteren Ankündigungen müssten endlich verbindliche Entscheidungen und konkrete Fortschritte folgen. Beide Kandidaten wollen sich dafür einsetzen, dass die Bedürfnisse der Menschen und der Unternehmen vor Ort in Düsseldorf stärker berücksichtigt werden.

Mit Argumenten und Begegnungen für Veränderung werben

Die FDP Siegen-Wittgenstein geht mit neuem Selbstbewusstsein in den bevorstehenden Wahlkampf. Nach der Kommunalwahl wollen die Liberalen nun mit persönlichen Begegnungen, klaren Positionen und konkreten Lösungen überzeugen. Ihre Botschaft: Politische Veränderung lässt sich aus einer liberalen, vernunftgeleiteten Grundhaltung heraus gestalten. Dafür braucht es Mut, Zuversicht und Vertrauen in die Menschen.