Ein überzeugter Liberaler ist seinen letzten Weg gegangen. Von seiner Krankheit war er schon länger gezeichnet, dennoch zeichnete Wolfgang aus, dass er pflichtbewusst seinen Ehrenämtern nachging oder diese am Ende geordnet übergab. Er war über lange Zeit unser Ortsvorsitzender und damit zugleich eine wichtige Wittgensteiner Stimme im erweiterten Kreisvorstand. Darüber hinaus war er auch Mitglied der Kreistagsfraktion. In politischen Diskussionen wirkte er ausgleichend und verstand es, seine Ideen immer ruhig und klar zu vermitteln.
Als Bankkaufmann kannte er die Probleme von Handwerk und Industrie aus eigener Erfahrung. In der politischen Arbeit warb er für leistungsfähige Betriebe ebenso wie für gut ausgebildete Arbeitnehmer. Beides sah er als Fundament für Wohlstand, nachhaltiges Wachstum und sichere Arbeitsplätze. Für optimale Rahmenbedingungen setzte er sich mit großem Engagement ein.
Dem Stadtrat in Bad Berleburg gehörte er von 2016 bis zur letzten Wahl an, ebenso der Kreistagsfraktion der FDP Siegen-Wittgenstein ab 2020. Eine besondere Leidenschaft war für ihn die bildende Kunst. Der WaldSkulpturenWeg, den er als Vorsitzender der Wittgensteiner Akademie technisch, logistisch und künstlerisch mitbetreute, bleibt als sein bleibendes Denkmal der Nachwelt erhalten. Für dieses Engagement wurde er nicht nur mit dem renommierten Kulturpreis des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe ausgezeichnet, sondern erhielt 2018 dafür auch den Ehrenpreis der FDP Siegen-Wittgenstein, den Siegerländer Haubergsknipp. Der Skulpturenweg war eine Mammutaufgabe – jedoch bei Weitem nicht sein einziges Ehrenamt neben der Politik. Der gebürtige Norddeutsche war außerdem Vorsitzender der Wittgensteiner Kunstgesellschaft, Schatzmeister des DRK Bad Berleburg sowie stellvertretender Vorsitzender des Fredensborg-Ring Bad Berleburg – Gesellschaft der Freunde Dänemarks. Wir haben ihn als feinen Menschen kennengelernt, dem ein selbstbestimmtes freies Leben stets Überzeugung und Kompass war.